Weihnachtsserenade vor dem Bückeburger Schloss

Weihnachtsserenade vor dem Schloss leidet unter Sturmtief „Fritz“ / Aufruf zur Besinnung

Bückeburg (jp). Schade, schade: Nachdem festlich-frostiges Winterwetter der Weihnachtsserenade in den Jahren 1999 bis 2001 immer neue Besucherrekorde bescherte, zeigte sich der Wettergott in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge von seiner unmusikalischsten Seite.

Gut gegen die Unbill des Wetters geschützt, stimmte der Schütte-Chor mit Advents- und Weihnachtsliedern auf das bevorstehende Fest ein. Foto: jp

Gut gegen die Unbill des Wetters geschützt, stimmte der Schütte-Chor mit Advents- und Weihnachtsliedern auf das bevorstehende Fest ein. Foto: jp

Keine Spur von tiefwinterlichem Sternenhimmel – stattdessen tobten über dem Schloss Regenschauer und Orkanböen. So verlor sich wie schon im vergangenen Jahr eine sehr überschaubare Zahl von Zuhörern im Innenhof, als dort das Blasorchester "Bückeburger Jäger", der Schütte-Chor und der Männergesangverein ihre weihnachtlichen Melodien anstimmten. Das Blasorchester unter Leitung von Heiko Deterding eröffnete traditionell mit "Macht hoch die Tür" und dem Festmarsch "Tochter Zion", intonierte außerdem das schwungvolle "Winter Wonderland" und das Medley "Es weihnachtet sehr". Der Männergesangverein sang, dirigiert von Olga Otkupchyk, "Es wird schon gleich dunkel", ein Volkslied aus dem tirolischen Brixental, und das Weihnachtslied "Joy to the world", dessen Melodie 1742 aus der Feder Georg Friedrich Händels floss. Vom Schütte-Chor erklangen das bekannte, aus Böhmen stammende "Freu dich Erd und Sternenzelt" und "In dulci jubilo".

Jürgen Hockemeier, der als Vorsitzender des Kulturausschusses die Anwesenden begrüßte, dankte ausdrücklich dem Blasorchester und den beiden Chören für ihre Darbietungen. Dank galt auch der Fürstenfamilie dafür, dass das Schloss mit seiner einmalig malerischen Kulisse alljährlich für die Weihnachtsserenade zur Verfügung steht. Dieses Schloss verzaubere und halte die Erinnerung an die Historie des Fürstentums Schaumburg ungebrochen aufrecht. "Wir freuen uns darauf, dass diese Welt demnächst durch ein modernes Museumskonzept virtuell wieder erlebbar wird."

Bürgermeisterin Edeltraut Müller rief zur Besinnung während der Weihnachtsfeiertage auf. Die Atempause nach dem Weihnachtstrubel biete Gelegenheit für andere Gedanken. Sie dankte im Namen der Stadt allen, die sich in Bückeburg ehrenamtlich engagieren. Die Freiwilligkeit, sich für andere einzusetzen, könne in so finanziell schwierigen Zeiten gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Nach dem Klassiker "Stille Nacht" stimmten die drei Ensembles gemeinsam "Oh du fröhliche" an und entließen damit die Zuschauer in eine feucht-kalte Nacht und in die Weihnachtszeit.

Schaumburg-Lippische  Landes-Zeitung vom 23.12.2003

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