Weihnachtsserenade vor dem Schloss Bückeburg am 19.12.2010


Ohne Serenade wäre Weihnachten undenkbar

Bückeburg (jp). Kälte hat die Weihnachtsserenade im Bückeburger Schloss schon häufig erlebt, aber eine so traumhafte winterliche Kulisse wie in diesem Jahr sicherlich schon sehr lange nicht mehr: Vor dem einmaligen Bild des tief verschneiten und weihnachtlich illuminierten Schlosses fanden sich daher auch erwartungsgemäß viele hundert Zuhörer zu dem traditionellen weihnachtlichen Stelldichein von Blasorchester Bückeburger Jäger, Männergesangverein und Schütte-Chor ein, damit auch deutlich mehr als im vergangenen Jahr, als bei ähnlichen Temperaturverhältnissen dichtes Schneetreiben und gefährliches Glatteis viele Bückeburger vom Weg zum Schloss abhielten.

„Ohne diese Serenade wäre Weihnachten in Bückeburg nur halb so schön“, brachte Bürgermeister Reiner Brombach die Stimmung im Schlosshof bei der Begrüßung auf den Punkt. Einen besonderen Gruß und Dank schickte das Stadtoberhaupt an die Fürstenfamilie als Gastgeber dieses kleinen, aber so ungemein stimmungsvollen musikalischen Weihnachtszaubers. Mit einem eigenen Applaus begrüßte das Publikum die Hausherrin Benita Fürstin zu Schaumburg-Lippe, als sie sich – entgegen ursprünglicher Ankündigung – auch unter das Publikum mischte, um die Darbietungen der drei Ensembles zu verfolgen.

Eröffnet wurde die Weihnachtsserenade traditionell durch das Blasorchester unter Leitung von Heiko Deterding mit dem Festmarsch „Tochter Zion“, dem sich ein Weihnachtspotpourri und der Evergreen „Winter Wonderland“ anschlossen. Der Männergesangverein ließ dirigiert von Olga Otkupchyk „Erwin der dicke Schneemann“ ebenso erklingen wie „Leise rieselt der Schnee“ und „Friede den Menschen“. Der Schütte Chor unter Leitung seines Gründers und Namensgebers Jürgen Schütte intonierte „Auf der dem Berge, da wehet der Wind“, „Werst mei Liacht ume sein“ und „Es ist ein Ros entsprungen“.

Und dann musste das Publikum, das bis dahin nur andächtig lauschte und applaudierte, auf Geheiß von Bürgermeister Brombach selbst die Stimmbänder bemühen: Alle drei Strophen der beiden wohl bekanntesten Weihnachtslieder „O du fröhliche“ und „Stille Nacht, Heilige Nacht“ wurden nach Leibeskräften mit gesungen und dürften im Schlosshof wohl lange nicht mehr aus so vielen Kehlen erschallt sein wie in diesem Jahr.

Schaumburg-Lippische Landes-Zeitung, 22.12.2010

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